Die Klasse 4a verbrachte die Zeit vom 28.09. bis zum 30.09.2016 im SGV-Jugendhof in Arnsberg. Von den Erlebnissen berichten die Kinder in kleinen Texten und mit selbst gemalten Bildern.

Fahrt (Teil 1)
Wir fuhren am Mittwoch, den 28.09.2016 mit dem Bus auf Klassenfahrt nach Arnsberg in den SGV-Jugendhof Wilhelm Münker. Um 9.15 Uhr starteten wir an der Haltestelle an unserer Schule. Auf der Fahrt waren einige Kinder ganz schön aufgeregt. Um 10 Uhr kamen wir endlich am Jugendhof an. Nach dem Aussteigen bekamen wir unser Gepäck. (Ida und Silas)

Das Haus
Am Eingang war die Rezeption. Im Haus gab es insgesamt 4 Etagen. Die Zimmer hießen so wie kleine Städte in Nordrhein-Westfalen. In den Zimmern gab es teilweise Hochbetten. In manchen Zimmern wurden mit Matratzen zusätzlich Schlafplätze eingerichtet. Mittags musste der Tischdienst 5 Minuten vor dem Essen die Tische eindecken. Das Essen war sehr lecker. Danach musste der Tischdienst die Tische wieder säubern und den Boden fegen. Von 17 bis 18 Uhr war der Kiosk geöffnet. Dann hatte man meistens etwa eine Stunde Zeit zum Spielen. Man konnte auf den Spielplatz gehen oder im Zimmer bleiben. Unsere Lehrerin erinnerte uns auch an das Aufräumen. Für unsere Klasse hatten wir zwei kleine Gruppenräume, in denen wir uns versammeln konnten. Im SGV-Jugendhof war es sehr schön. (Linea, Zara und Lara)

„Stadtfühlung“ – eine besondere Stadtführung durch Arnsberg
Am Mittwoch liefen wir nach dem Essen vom SGV-Jugendhof aus in die Stadt. Dort kamen wir um 15 Uhr an. Frau Dr. Schowe führte uns durch die Stadt. Sie zeigte uns zuerst eine Kopfgeige. Das war ein Bestrafungsmittel, um Verbrecher zu blamieren. Danach führte sie uns den Trillerkäfig vor, der auch ein Bestrafungsmittel war. Verbrecher wurden darin öffentlich ausgestellt und konnten von anderen Menschen mit dem Käfig gedreht werden. An der nächsten Station bliesen wir in ein Tierhorn, um herauszufinden, wer der beste Nachtwächter und Türmer war. Anschließend wollten wir uns ein besonderes Schwert angucken, aber dort stand schon eine andere Gruppe. Deshalb mussten wir vorbei gehen. Als es im Mittelalter nur wenig zu Essen gab, aßen Menschen sogar getrocknete Nacktschnecken. Wir trauten uns nicht, getrocknete Nacktschnecken zu essen, darum gab es für uns Weingummischnecken – lecker! Beim Gang durch die Stadt entdeckten wir vier Wachtürme und einen Fluchttunnel. Dann durften wir sogar allein auf die Burgruine steigen. Als Frau Dr. Schowe und die Lehrer auch oben angekommen waren, warfen wir ein brennendes Papiertaschentuch in einen Brunnen, um zu testen, wie tief er war. Die Führung machte großen Spaß und wir konnten viel lernen. An diesem Abend gingen wir alle mit schmerzenden Füßen ins Bett. (Carlotta, Dana, Janine und Jan)

Freizeit am SGV-Jugendhof
Wir konnten unsere Freizeit ganz toll gestalten. Da gab es ein großes Fußballfeld und große Schaukeln. Einige Kinder hatten auch Spiele für draußen mitgebracht. An einem Hang konnten wir auf dem Popo herunterrutschen und im Wald Verstecken spielen. Hangelringe gab es an einem großen Klettergerüst. Daran hangelten wir hin und her. Die Rutsche konnten wir leider nicht benutzen, weil sie sehr nass war. An einem Abend spielten wir im Dunkeln „Schwarze Pest“. Das machte besonders viel Spaß. (Hannes, Robin und Jan Roman)

Fließgewässeruntersuchung
Am Donnerstag machten wir am Vormittag eine Fließgewässeruntersuchung. Wir liefen etwa 20 Minuten durch den Wald. Dann gingen wir einen Hügel hinunter und unten, am Hellefelder Bach, erklärte uns Herr Blume, der Leiter des Projektes, was wir machen mussten. Wir legten los und fingen viele Fische und Larven, die wir zählten. Im Hellefelder Bach gab es auch viele Steine. Knapp 2 Stunden standen wir im Wasser und kescherten, dann liefen wir zum SGV-Jugendhof zurück und hatten noch eine Versammlung. Bei der Versammlung werteten wir die Ergebnisse der Fänge in den Gruppen aus und konnten die Güteklasse des Wassers bestimmen. Dann war das Thema leider schon beendet. (Tom, Marlon und Julien)

LandArt-Projekt
Ebenfalls am Donnerstag, nachmittags um 14 Uhr, machten wir in der Nähe des Jugendhofs das LandArt-Projekt. Eine nette Frau von Kräftespiel leitete uns an. Nach der Begrüßung erklärte sie uns, was wir bauen sollten: Miniatur-Häuser und Tipis mit Naturmaterialien, die wir im Wald finden konnten. Wir arbeiteten in getrennten Gruppen oder allein mit allen Waldmaterialien, die wir fanden. Es entstanden große und kleine Gebäude. Wenn wir Hilfe brauchten, konnten wir uns an Herrn Gerlach, Frau Steinke, Frau Knüpfer oder die nette Frau von Kräftespiel werden. Alle Gebäude wurden angeschaut. Danach malten wir mit Blättern, Erde und Kohle auf eine Pappkarte kleine Landschaftsbilder. Zum Schluss verabschiedeten wir uns wie die Mongolen. (Zoe und Luca)

Abendprogramm
Unser Abendprogramm fand im SGV-Jugendhof statt. Am ersten Abend machten wir eine Quiz-Rallye quer durchs Haus. Die Sieger wurden mit Süßigkeiten belohnt. Im Anschluss bekam jeder von uns ein kleines Liederbuch. Daraus sangen wir alle gemeinsam und unsere Klassenlehrerin, Frau Knüpfer, spielte dazu Gitarre. Am nächsten Abend durften wir länger draußen spielen. Danach veranstalteten wir im Gruppenraum eine Disco. Wer nicht in die Disco gehen wollte, konnte im zweiten Gruppenraum nebenan Gesellschaftsspiele machen. Uns allen hat die Klassenfahrt sehr viel Spaß gemacht. (Pia, Lotta, Nathalie und Jana)

Fahrt (Teil 2)
Nach 2 Tagen fuhren wir wieder zurück. Auf der Rückfahrt legten wir zwei kleine Zwischenstopps ein. Zunächst ging es zum Möhnesee. (Ida und Silas)

Am Möhnesee
Während der Rückfahrt hielten wir an der Möhnetalsperre. Sie wurde 1913 gebaut und 1943 im zweiten Weltkrieg von Engländern mit einer Rollbombe gesprengt. Das alles erfuhren wir von Herrn Gerlach. Wir erfuhren auch, dass die Staumauer 45 m hoch und 650 m lang ist. Im unteren Teil der Mauer sind Turbinen. Sie dienen der Strom-erzeugung. Neben der Staumauer lag früher ein Dorf, aber dieses wurde geflutet. Deshalb gucken manchmal noch bei Niedrigwasser die Kirchturmspitzen aus dem Wasser heraus. Die Talsperre dient heute der Wasser- und Stromversorgung des Ruhrgebiets. (Timo und Mattes)

Fahrt (Teil 3)
Im Anschluss an die Besichtigung der Staumauer fuhren wir weiter zur Reckenhöhle nach Balve. (Ida und Silas)

Reckenhöhle
An der Reckenhöhle warteten wir zuerst auf dem Spielplatz. Dann kam der Ur-Enkel des Höhlenentdeckers und ging mit uns zur Höhle. Dort erklärte er uns viel. Es war 9 Grad kalt. Wir sahen Figuren aus Tropfsteinen und schauten in einen kleinen „Wunsch-brunnen“. Darin lagen viele Geldstücke. Ganz dunkel wurde es, als unser Höhlen-Führer das Licht ausmachte. In der Höhle lebte vor langer Zeit ein Höhlenbär. Einen seiner Knochen konnte man noch sehen. Zum Schluss sahen wir eine Gruppe aus Tropfsteinen, die das Paradies genannt wird. (Nayer, Tim und Stefano)

Fahrt (Teil 4)
Von Balve aus fuhren wir nur noch etwa 20 Minuten bis zur Schule zurück, wo uns unsere Eltern schon erwarteten. Dann war unsere Klassenfahrt beendet. Für alle war es eine schöne Klassenfahrt und ein tolles Erlebnis. (Ida und Silas)